Schulprogramm (Auszug)

Die ausführliche Langversion des Schulprogramms finden Sie im Downloadbereich oder HIER als PDF-Datei (ca. 150 kb, Adobe Reader benötigt).

von Dr. Franz Eyckeler, Rüdiger Konertz, Andreas Stoye-Balk, Astrid Zeiske

Unser Standort in der Region

Das Carl Bechstein Gymnasium (CBG) nimmt als eine bedeutende Bildungseinrichtung einen festen Platz im kulturellen und gesellschaftlichen Leben in der Stadt und in ihrer Umgebung ein. Träger des Gymnasiums ist der Landkreis OderSpree. Der Einzugsbereich der Schule erstreckt sich dabei von der Stadt Erkner über die nördlich gelegenen Nachbarorte Woltersdorf und Schöneiche, über Hartmannsdorf, Grünheide, Hangelsberg und Spreenhagen im Osten sowie Neu Zittau und Gosen im Süden und Rahnsdorf im Westen der Stadt. Zwischen einer Landesstraße und einem Ehrenhain der Sowjetarmee gelegen ist das Schulgelände recht weitläufig und von viel Grün umgeben. Zwei Häuser mit sehr unterschiedlichem Charakter ein über hundertjähriger Altbau und ein Gebäude aus DDRZeiten sowie der zu Beginn des Jahres 2005 fertiggestellte Anbau mit einer Aula und vier neuen, großzügigen Klassenräumen bieten ausreichend Platz für den Unterricht und alle schulischen Veranstaltungen.
In der warmen Jahreszeit kann der Unterricht auch einmal nach draußen verlegt werden zum Beispiel in das offene Klassenzimmer, das vor einigen Jahren eingeweiht wurde.
Zudem beleben vier Holzskulpturen seit kurzem das Bild des Schulhofes. In den nächsten Jahren soll daraus ein Skulpturenpark werden, mit Plastiken, die von den Schülerinnen und Schülern im Kunstunterricht und zu Projekttagen angefertigt werden.

Selbstverständnis und Ziele

Das CBG ist dem Auftrag des Brandenburgischen Schulgesetzes verpflichtet, auf der Grundlage des europäischen Humanismus und der Ideen der liberalen, demokratischen und sozialen Freiheitsbewegungen alle Schülerinnen und Schüler zu selbstständig denkenden, verantwortungsbewusst handelnden, vielseitig leistungsfähigen und weltoffenen Menschen zu bilden dieser Aufgabe stellen sich Lehrkräfte und Schulleitung mit vollem Engagement.
Ziel unserer Arbeit ist es, den ca. 800 Schülerinnen und Schülern den Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife als höchsten Schulabschluss in unserem Bildungssystem zu ermöglichen. An unserem Gymnasium sollen Schülerinnen und Schüler ganzheitlich und ohne Angst lernen. Die fachliche Qualität des Unterrichts zu gewährleisten und das soziale Miteinander und Lernen in der Gemeinschaft zu fördern, sind bedeutende Ziele der Schule. Unerlässlich dafür ist die Entwicklung stabiler Beziehungen zwischen den Kindern und Jugendlichen untereinander sowie zwischen SchülerInnen und LehrerInnen.
Das CBG will die Möglichkeiten einer selbstständigen Schule nutzen, d. h. schrittweise seine Handlungsspielräume erweitern: in fachlicher, pädagogischer, personeller und organisatorischer Hinsicht. Die Wirkung des Unterrichts soll in allen Jahrgangsstufen transparent werden: in Bezug auf die Inhalte, die Methoden und die vermittelten Schlüsselqualifikationen. Das Lernen mit modernen elektronischen Medien wird in allen Fächern und Jahrgangsstufen ausgebaut. Die schulische Wettbewerbskultur wird durch Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben fortgeführt. Zudem will sich das CBG noch weiter öffnen für eine ausgedehnte Zusammenarbeit mit Vereinen, Firmen, Institutionen, privaten und kulturellen Einrichtungen der Stadt Erkner und ihrer Umgebung. Schließlich soll ein erweitertes Sponsoring die Bemühungen des Schulträgers ergänzen.

Individuelle Schullaufbahn

Zur Zeit nach 13, bald jedoch 12 Jahren erwerben Schüler bei uns das Abitur. Zudem sind an unserem Gymnasium auch die anderen Bildungsabschlüsse erreichbar, so nach dem 10. Schuljahr die Erweiterte Berufsbildungsreife oder die Fachoberschulreife.

In Klassenstärken von maximal 25 bis 28 werden die Schülerinnen und Schüler von derzeit 53 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Der Klassenverband bleibt bis Ende der Jahrgangsstufe 10 bestehen. Um den Fünft und Siebtklässlern den Einstieg zu erleichtern, werden bei der Bildung der Eingangsklassen gewachsene Freundschaften aus der Grundschule berücksichtigt, zudem wird eine homogene Zusammensetzung angestrebt. Klassenfahrten in Klasse 7/8 und 10 fördern das soziale Zusammengehörigkeitsgefühl der Lerngruppen. In der Sekundarstufe II bestimmt u. a. maßgeblich die Kurswahl der Schülerinnen und Schüler die Kurszusammensetzung.

Für die Schülerinnen und Schüler besteht die Möglichkeit, in ihrer schulischen Laufbahn individuelle, persönliche Akzente zu setzen, beispielsweise durch die Wahl der zweiten Fremdsprache ab Klasse 7 (Französisch, Russisch und Spanisch) und ein breites Wahlpflichtangebot ab Klasse 9 (Chor, dritte Fremdsprache Latein oder Russisch Astronomie, Geoökologie, Journalistik, Naturwissenschaftliche Experimente etc.).

Die Kursauswahl in der Sekundarstufe II bietet eine gute Chance zur persönlichen Profilierung: Leistungskurse werden in der Regel in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch, Geschichte, Geographie, Biologie, Kunst, Physik und seit diesem Schuljahr auch im Fach Musik angeboten. Darstellendes Spiel und Philosophie erweitern die Fächer der Grundkurse. Studienfahrten in Jahrgangstufe 12, die z. B. in den Harz, nach London, Rom oder nach Warschau führen, werden für viele Schüler zu unvergesslichen Erlebnissen.

Abgerundet wird das Bildungsangebot durch vielfältige Möglichkeiten des außerunterrichtlichen Engagements.



Unterricht

Im Mittelpunkt der Arbeit der Schulleitung und des Kollegiums des CBG steht eine qualitativ hochwertige Schulausbildung. Die neuentwickelten schulinternen Curricula für alle Fächer orientieren sich durchweg an den Standards des neuen Rahmenplans für die Sekundarstufe I, das heißt an den Bereichen Sachkompetenz, Methodenkompetenz, soziale und personale Kompetenz. Die Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, selbstständig Wissen zu erwerben, verschiedene Arbeitstechniken und Methoden angemessen anzuwenden sowie problemlösend zu denken. Ferner sollen sie lernen, verantwortlich in Teams zu arbeiten und den eigenen Lernprozess kritisch zu reflektieren. Werte und Normen des verantwortlichen Miteinanders werden in der täglichen, konkreten Unterrichtsarbeit sowohl vermittelt als auch angewendet. Um den Eingangsklassen das Lernen am Gymnasium zu erleichtern, findet zu Beginn eines jeden Schuljahres für diese Schülerinnen und Schüler eine Methodenwoche statt.

Unser Schulprofil

Am Carl Bechstein Gymnasium gibt es viele Aktivitäten, Initiativen und Projekte, die weit über das Unterrichtsangebot hinausgehen. Selbsttätigkeit und Eigenverantwortung, Teamgeist und Kreativität stehen dabei im Vordergrund:

• Auftritte der Schulbands, des SchülerChores sowie Theaterinszenierungen von Klasse 5 bis 13 bereichern das kulturelle Angebot der Stadt Erkner und der Umgebung, in jüngster Zeit etwa drei vielbeachtete Benefizkonzerte zugunsten der TsunamiOpfer in der GenezarethKirche, der Schlosskirche zu Schöneiche und im Auswärtigen Amt in Berlin;

• SchüleraustauschProgramme mit Russland (St. Petersburg) und Frankreich (Boulogne sur mer), die jährliche Fahrt nach Großbritannien (Cheltenham) sowie ab diesem Jahr ein Austausch mit einer privaten High School in London machen die Schule zu einer Stätte internationaler Begegnung;
Klassische Musik gehört zu jedem Weihnachtskonzert: Uwe Tarun und Philipp Mettner aus der Bläsergruppe begleiten den Chor, Konstanze Glander begeistert das Publikum mit Bela Bartoks „Rumänischen Tänzen“.

• seit dem letzten Schuljahr können die Schüler in einer schulinternen Fremdsprachenwoche ihre sprachlichen Leistungen in verschiedenen Wettbewerben messen;

• zur Tradition geworden ist der jährliche Rezitationswettstreit für die Sekundarstufe I;

• Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen erproben ihr rednerisches Talent in einem Rhetorikwettstreit;

• unter Anleitung zweier Lehrkräfte berichten Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 im „BechsteinJournal“ kontinuierlich über die Höhepunkte und den Alltag des Schullebens;

• der schuleigene Internetauftritt wird von zwei Wahlpflichtkursen (Jahrgang 9 und 10) überarbeitet und langfristig fortgeführt;

• regelmäßig nimmt unsere Schule sehr erfolgreich an Mathematik, Physik und SprachOlympiaden auf Kreis, Landes und Bundesebene teil;

• ebenso an „Jugend trainiert für Olympia“ und anderen Sportwettbewerben: in der Leichtathletik, im Handball, Fußball und Schach;

• Klassenfahrten, Kursfahrten und Tagesexkursionen erweitern soziale und fachliche Horizonte der Schülerinnen und Schüler;

• jährlich werden im Rahmen des Sportunterrichts der Sekundarstufe II Skikurse in den Alpen angeboten;

• seit fünf Jahren findet für die 11. Jahrgangsstufe eine Religionsphilosophische Woche statt, in der die Schüler unter vielem anderen die Gelegenheit haben, mit Vertretern der verschiedenen Weltreligionen ins Gespräch zu kommen;

• fester Bestandteil der Arbeit in der 13. Jahrgangsstufe ist eine Projektwoche, in der die Schüler selbstständig an einem wissenschaftlichen Thema arbeiten; die Ergebnisse der Facharbeiten werden in diesem Schuljahr an einem „Tag der Naturwissenschaften“ präsentiert.

Eltern am Gymnasium

Dank vieler engagierter Eltern, Lehrerinnen und Lehrer ist unsere Schule ein Ort lebendigen Gedankenaustausches zwischen Elternhaus und Schule. Auf Elternversammlungen und bei den insgesamt drei Lehrer/Elternsprechtagen im Schuljahr können Eltern und Lehrer miteinander ins Gespräch kommen, natürlich auch jederzeit an individuell vereinbarten Gesprächsterminen. Die Eltern unterstützen und begleiten die Arbeit der Schule darüber hinaus in vielen kleinen und großen Belangen: bei der Planung und Durchführung von Klassenfahrten, Wandertagen, Theateraufführungen und anderer Projekte oder bei der Erarbeitung des Schulprogramms.

Schüler am Gymnasium

Es gibt viele Möglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler sich aktiv am Schulleben zu beteiligen. So können sie ihre Wünsche und Anregungen durch die von ihnen gewählten Vertreter in den Schulgremien vortragen lassen oder mit der Schulleitung bzw. einzelnen Lehrern besprechen. Und nicht zu vergessen: Ohne die oft freiwillige Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler gäbe es viele der Projekte und Aktivitäten nicht, durch die unsere Schule ihren besonderen Charakter erhält.

Schulförderverein

Der SSV zählt über 100 Mitglieder: Eltern, Lehrer und Freunde unserer Schule, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Schule in ihrer Bildungs und Erziehungsarbeit zu unterstützen. Dazu bedarf es Ideen, ehrenamtlichen Engagements und finanzieller Unterstützung. So fördert der Verein zum Beispiel die Schüleraustauschprojekte oder unterstützt Höhepunkte im Schulleben wie den Tag der offenen Tür, die Projekttage und das Schulfest. Er hilft auch bei der Anschaffung neuer Musikinstrumente und der Gestaltung des Schulgeländes. Schülerinnen und Schüler, die in Bereichen wie Mathematik, Chemie, Geografie, Fremdsprachen, Deutsch, Schach oder anderen Sportdisziplinen außerordentliche Leistungen erzielen, werden von uns besonders gefördert. Der SSV ermöglicht ihnen die Teilnahme an Wettbewerben und Olympiaden durch die Bereitstellung von Fahr bzw. Startgeldern und motiviert die Besten durch Prämierungen.

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