Beraten und Informieren

(Auszug aus dem Schulprogramm)

Die Beratung im Carl Bechstein Gymnasium Erkner dient dem Lernen, Lehren und Zusammenleben in der Schule. Zur Organisation, Koordination und inhaltlichen Schwerpunktsetzung hat die Schule ein eigenes Beratungskonzept entwickelt, das folgende Bereiche umfasst:

- Ziele der Beratung,

- Träger der Beratung,

- Wesen der Beratung.

Ziele der Beratung

Beratung trägt mit zur schulischen und persönlichen Entwicklung unserer Schüler-innen und Schüler bei. Sie bietet Hilfen an, die Bildungsangebote unserer Schule zu nutzen und fördert Maßnahmen, die das Lernklima und Schulleben verbessern. Dabei stehen im Vordergrund:

a) Informationen über

- Lern- und Förderangebote,

- Schullaufbahnen und Ausbildungswege,

- Erziehungs- und Beratungshilfen;

b) Hilfen bei

- Angeboten in den Wahlpflichtfächern und Kursen,

- Schullaufbahnentscheidungen,

- Lern- und Erziehungsschwierigkeiten für Einzelne und Gruppen.

Träger der Beratung

Die Lehrerinnen und Lehrer wirken in besonderem Maße auf die erzieherische und fachliche Förderung der Schülerinnen und Schüler ihrer Klasse hin. Insbesondere im Rahmen ihrer allgemeinen Aufgaben als Klassenleitungen und Tutoren sind sie direkte Ansprechpartner für die Schülerinnen, Schüler und Eltern und die wichtigsten Träger der Beratung.

Darüber hinaus arbeiten Klassenleitungen, Tutoren und Fachlehrer, der Koordinator für die Berufswahlvorbereitung und die entsprechenden Mitglieder der Schulleitung eng zusammen und unterstützen sich gegenseitig.

Beratung durch die Schulleitung soll da einsetzen, wo Schwierigkeiten und Konflikte auftreten oder zu erwarten sind, deren Problemlösung kurzfristig nicht durch eine entsprechende Verständigung anderweitig erreichbar scheint. Weiterhin bietet auch die Schulleitung Orientierungs- und Entscheidungshilfen für den schulischen und persönlichen Werdegang der Schülerinnen und Schüler an.

Wesen der Beratung

Grundsätze der Beratung an unserer Schule sind Freiwilligkeit und Transparenz. Die Beratenden informieren alle am jeweiligen Beratungsprozess Beteiligten und beziehen sie ein. Sie vermitteln und unterstützen auf Wunsch auch Kontakte zu anderen Einrichtungen der Beratung. Bei grundsätzlich freier Wahl der Schülerinnen und Schüler bezüglich ihrer Ansprechpartner für eine Beratung soll folgende Trennungslinie gelten: Beratung zu Fragestellungen, die im unterrichtlichen Bereich angesiedelt sind, wird vorrangig von den Klassenleitungen / Tutoren durchgeführt. Bei Beratungen zu anderen Fragestellungen soll geprüft werden, ob die Mediatoren einbezogen werden können.

Die Lehrerinnen und Lehrer informieren und beraten ihre Klasse in allen schulischen Angelegenheiten. Sie nehmen ihre Beratungsaufgaben wahr

a) im Bereich Erziehung und Unterricht, indem sie

- Lernziele, -inhalte und -verfahren erläutern,

- über individuelle Lernfortschritte und -defizite informieren,

- über Lernhilfen und Fördermaßnahmen informieren,

- Hilfen zur Verbesserung der Arbeitshaltung und Eigenverantwortlichkeit anbieten,

- Empfehlungen geben, Interessen und Begabungen entfalten und

- sich an entsprechenden Gesprächskreisen der Erziehungsberechtigten beteiligen;

b) im Bereich Schullaufbahnberatung, indem sie

- über die Gestaltung der pädagogischen Arbeit in den Jahrgängen informieren,

- Orientierungshilfen bei der Auswahl der Wahlpflichtfächer und Kurse geben,

- über Differenzierungsformen und Schulabschlüsse informieren,

- bei der rechtzeitigen Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler mitwirken u.

- Schülerinnen und Schüler beim Übergang in die Oberstufe unterstützen;

c) im Bereich Vermittlung von weiteren Beratungshilfen, indem sie

- in der eigenen Klasse die Zusammenarbeit mit den Mediatoren, der Schulleitung

und weiteren Koordinatoren (z. B. für Berufswahlvorbereitung) abstimmen.

Der Koordinator für die Berufswahlvorbereitung informiert und berät Schülerinnen und Schüler, Eltern und Kollegium über alle Prozesse der Berufswahlvorbereitung durch die Schule.

Er nimmt entsprechende Beratungsaufgaben wahr, indem er

- Klassenleitungen / Tutoren und Lehrer/innen über Inhalte und Methoden des Unterrichts zu grundlegenden Kenntnissen für die Wirtschafts- und Arbeitswelt informiert,

- Klassenleitungen / Tutoren und Fachkollegen bei der Vermittlung von Betriebsbesichtigungen, berufsorientierenden Veranstaltungen und bei der Einbeziehung von Berufsberatern unterstützt,

- Schülerinnen und Schüler bei der Auswahl geeigneter Betriebe und Institutionen für die Zeit des Berufspraktikums unterstützt,

- Informationsmaterial und Hinweise zu berufsbezogenen Orientierungsangeboten und entsprechenden Bildungswegen anbietet und

- über die Übergänge zu den beruflichen Schulen informiert.

Der Beratungslehrer für Suchtvorbeugung befasst sich besonders intensiv mit Ursachen, Symptomen und Auswirkungen des Suchtmittelkonsums und der vorbeugenden Arbeit. Er nimmt seine Beratungsaufgaben wahr

a) im Bereich der vorbeugenden Information, indem er

- Schüler, Erziehungsberechtigte und Kollegium über Ausmaß und Bedeutung des

Suchtmittelproblems informiert,

- Klassen und Konferenzen bei Bedarf berät,

- Informationsmaterialien für Unterrichtszwecke und für Eltern bereithält;

b) in der Einzelfallhilfe und

c) in der Kooperation mit außerschulischen Stellen, indem er

- die Verbindung mit Sucht-, Schul- und Erziehungsberatungsstellen aufnimmt und

ausbaut,

- mit schulärztlichen, schulpsychologischen Stellen und Landesstellen des Jugend-

schutzes zusammenarbeitet,

- Fortbildungsveranstaltungen initiiert mit gesundheitlichen, psychologischen,

pädagogischen und sozialen Aspekten des Suchtmittelmissbrauchs.

Derzeit wid an einem Streitschlichtermodell für Schülerinnen und Schüler (Mediatoren) gearbeitet. Hierbei sollen Schülerinnen / Schüler mehr Verantwortung für das übernehmen, was in ihrer nächsten Umgebung vor sich geht. Kontrahenten werden von den Schüler-Mediatoren an einen Tisch geholt und lernen in Gesprächen und Rollenspielen ihre Konflikte selbst zu lösen. Kern des Programms wird die Aufarbeitung eines Trainings sein, das die Mediatoren für ihre künftigen Gespräche gut vorbereitet.

Die Beratung in der gymnasialen Oberstufe des Carl Bechstein Gymnasiums Erkner sichert ab, dass alle Schülerinnen und Schüler ihren Begabungen und Neigungen entsprechend lernen und gefördert werden können. Die Tutoren der Oberstufe – unter der organisatorischen und fachlichen Gesamtverantwortung des Oberstufenkoordinators - informieren über Pflichtbelegungen und Versetzungs-modalitäten und beraten hinsichtlich des Wahlangebotes und der individuellen Schullaufbahn. Die Schule ist auch offen für Absolventen der 10. Klasse aus Berufsbildenden Schulen, anderen Gymnasien und Oberschulen. Sofern sie die Voraussetzung der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe mitbringen, ist eine Aufnahme in die Jahrgangsstufe 11 möglich. Auch in diesem Zusammenhang stehen der Oberstufenkoordinator und entsprechend Beauftragte der Schule zu Gesprächen zur Verfügung, wenn es darum geht, Fragen zum Abitur, zum Aufbau der Oberstufe, zur Leistungsbewertung, zu Leistungsnachweisen, zur Versetzung u. a. m. zu klären.

Die Ausbildung von Referendaren am Carl Bechstein Gymnasium Erkner erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Studienseminar Cottbus für das „Lehramt am Gymnasium“. Im Rahmen dieses Ausbildungsabschnittes hat die Schule ein Begleitprogramm entwickelt, dessen Themen und Inhalte die Vorbereitung der Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter transparent machen und allen am Ausbildungsprozess Beteiligten als Gesprächsgrundlage dienen soll. Die Referendare werden durch Mentoren aus ihren Fachbereichen betreut. Hierin eingebunden sind individuelle Beratungsangebote, Angebote zum Erlernen kollegiaIer Arbeits- und Beratungsformen und zum Erlernen von Verfahren der Qualitätssicherung.

Innerhalb dieser Konstellation und in weiteren auch informellen Gesprächen mit den zuständigen Ausbildungslehrerinnen und -lehrern werden die Referendare über die im Folgenden genannten wesentliche Aspekte des Schullebens informiert und reflektiert:

Außerunterrichtliche Aktivitäten (z. B. Projektwoche, Tag der offenen Tür), Binnen-differenzierung, Disziplinschwierigkeiten, Elterngespräche, Fachkonferenzarbeit, Fortbildungsstrukturen der Schule, Jahrgangskonferenzen, Klassenarbeiten und sonstige Mitarbeit, Klassenführung, Klassenfahrten und Exkursionen, Konfliktlösungen im Lehrer-Schüler-Verhältnis, Laufbahnberatung, Lehrpläne und Fachcurricula, Leistungsbewertung, Medienbestand und -einsatz der Schule, Qualitätssicherung, Planung von Unterrichtsreihen und -sequenzen, Richtlinien des Gymnasiums, Schuletat, Schulgründung und -entwicklung, Schulmitwirkungsgremien, Sekundarstufe II (Besonderheiten), Stundentafel und Unterrichtsorganisation, Wahlpflichtbereich und Zeugniskonferenzen.

Die Elterninformation erfolgt, indem etwain der Mitte eines jeden Schulhalbjahres die Schule die Eltern und Erziehungsberechtigten zu einem Elternsprechtag einlädt. Die Eltern erhalten hier Rückmeldungen über den gegenwärtigen Leistungsstand und den Lernfortschritt ihres Kindes. Sie haben Gelegenheit mit den Klassenlehrerinnen / Klassenlehrern über das allgemeine Leistungsbild und die Persönlichkeitsentwicklung zu sprechen und erfahren Spezifisches von den Fachlehrerinnen und Fachlehrern. In der Oberstufe stehen die Fachlehrer und der Oberstufenkoordinator zur Verfügung. Daneben bieten alle Kolleginnen und Kollegen auf Anfrage auch individuelle Beratungstermine an.

Das Carl Bechstein Gymnasium informiert die Eltern regelmäßig über alle relevanten Sachverhalte. Dies erfolgt in Form von Elternbriefen, Mitteilungen durch Klassen- oder Fachlehrer, persönliche Informationen und über das „Bechstein-Journal“ und die Schulhomepage „www.bechstein.de“.

Des Weiteren wird über das Schulleben auch an den „Tagen der offenen Tür“ und in spezifischen Veranstaltungen oder durch Rücklaufschreiben informiert, und zwar zu folgenden Themen:

- zum Übergang Klasse 4 zu Klasse 5 (LPK),

- zum Übergang von der Grundschule aufs Gymnasium,

- zur Vorbereitung des Wechsels in die Sekundarstufe II (für eigene Schüler),

- zur Vorbereitung des Wechsels in die Sekundarstufe II (für neu einsteigende

Schüler),

- zum Wahlpflichtbereich ab Klasse 9,

- zum Praktikum in Klasse 9,

- zu Prüfungen in Klasse 10,

- zu Wandertagen, Exkursionen bei nichtvolljährigen Schülern und

- zu Klassenfahrten.

Über die Schülerinnen und Schüler erhalten die Erziehungsberechtigten zu Schuljahresbeginn einen Schulterminkalender mit allen relevanten Schulterminen. Im Rahmen des Jugendhilfeplans pflegt das CBG enge Beziehungen mit den Vertretern des Jugendamtes der Stadt Erkner. Das CBG arbeitet eng zusammen mit dem Jugendpsychologischer Beratungsdienst. Die Schule wird durch den Einsatz der örtlichen Polizei verkehrsberuhigend betreut. An der Schule gibt es Ansprechpartner für Sicherheit, Strahlenschutz und Drogenprävention. Zudem arbeitet das CBG eng mit den örtlichen Pressevertretern zusammen.

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